laufend: Buddhistische Psychologie Weiterbildung / Ausbildung

BUDDHISTISCHE PSYCHOLOGIE
Ausbildung Heilpraktiker Psychotherapie Modul 2 

Anmeldung

Werkzeuge der Selbsterforschung, die tief in der Buddhistischen Lehre verwurzelt sind, wie z.B. Achtsamkeit im Alltag und verschiedene Meditationstechniken, wurden bereits in zahlreiche, westliche Psychotherapieansätze erfolgreich integriert.

Im Zentrum der Buddhistischen Psychologie steht die Befreiung des Einzelnen von das (Er)leben einschränkenden Vorstellungen und Verhaltensmustern. Dabei geht es bei Beginn des therapeutischen Prozesses zunächst darum, dem Klienten die Durchleuchtung der eigenen Ich-Struktur zu ermöglichen. Erst dann wird es möglich, den Erfahrungsspielraum auf körperlicher, geistiger und kommunikativer Ebene in der Tiefe zu verändern und zu erweitern. Ein weiteres Anliegen besteht darin, auf transpersonaler Ebene karmische Verstrickungen, die zum Teil von Generation zu Generation und darüber hinaus kollektiv weitergegeben wurden, zu erkennen und zu lösen.

Grundvoraussetzung für den gesamten Prozess und unmittelbar damit verknüpft ist die Förderung einer heilsamen Geisteshaltung (bodhicitta) und Lebensführung, die weder dem Therapeuten/Klienten selbst noch anderen Schaden zufügt, sondern zum Wohle aller beiträgt.

Die Weiterbildung wird an 19 Wochenenden (insgesamt 228 Unterrichtsstunden) stattfinden.

Der Unterrichtsstoff wird praxisnah und ansprechend aufbereitet, so dass die Inhalte dazu einladen, direkt im eigenen Alltag und in der therapeutischen Praxis angewendet zu werden. Darüber hinaus wird es viel Raum für die Eigen- und Selbsterfahrung der vorgestellten Themen sowie Fallbeispiele geben. Die Teilnehmer/innen können auch eigene Fallbeispiele einbringen.

Ziel der Weiterbildung ist der theoretische und praktische Erwerb therapeutischer Werkzeuge auf der Grundlage der Buddhistischen Psychologie. Nach erfolgreichem Abschluss erhalten Sie ein Weiterbildungszertifikat „Buddhistische Psychologie".

Weiterbildungsstart: 31.03.2012

Für wen ist die Weiterbildung geeignet?

Die Weiterbildung richtet sich an Menschen, die bereits in beratenden oder/und therapeutischen Berufen tätig sind oder über entsprechende Vorkenntnisse verfügen und ihre Kompetenzen und Wirkungsbereiche mit Hilfe der Buddhistischen Psychologie und Philosophie sinnvoll erweitern möchten. Vorkenntnisse zum Thema „Buddhismus" sind nicht erforderlich, jedoch erleichtert eine eigene spirituelle Praxis den Zugang zu den vorgestellten Inhalten.

 

Die thematischen Schwerpunkte

1. WE (31.03.-01.04.2012): Einführung: Buddhistische Psychologie als Grundlage für die therapeutische Arbeit - vom Problem zum Potential

An diesem ersten Wochenende beschäftigen wir uns zunächst mit den Grundgedanken buddhistischer Psychologie und Philosophie, um sowohl Gemeinsamkeiten als auch Unterschiede zwischen westlichen und buddhistischen Ansätzen für das therapeutische Setting herausarbeiten zu können. Folgende Themen stehen dabei im Vordergrund: die Vier Edlen Wahrheiten, der Achtfache Pfad und die drei Daseinsmerkmale als Grundlage für den therapeutischen Prozess, die buddhistische Definition von Schmerz, Krankheit und Leid sowie die Rolle des Therapeuten als Begleiter auf dem Weg zu Selbsterkenntnis und Befreiung von Verstrickungen. Praktische Übungen zu den einzelnen Themen erleichtern den Zugang zu den vorgestellten Inhalten.

 

2. WE (05.-06.05.2012): Ego - Ich - Selbst: (Selbst-)Täuschungen und Verstrickungen erkennen

Die Anhaftung an die Vorstellung eines beständigen, festen „Ichs" wird in der Buddhistischen Philosophie als eine der Hauptursachen unseres Leids betrachtet. Was hat es mit diesem Ich auf sich und wie unterscheiden wir die Begriffe Ich, Ego und Selbst nach buddhistischer Auffassung? Mit welchen Methoden können wir sie unserer Erfahrung und im therapeutischen Prozess zugänglich machen und auf diese Weise mit uns selbst eine heilsame Beziehung aufbauen? Weitere Themen dieses Wochenendes sind die Aufdeckung von Identifikationen und Gewohnheitsstrukturen sowie die Bedeutung von Karma und Wiedergeburt auf individueller und kollektiver Ebene.

 

3. WE (30.06.-01.07.2012): Ich & Du: Die Welt ist unser Spiegel - Interaktionsmuster verstehen.

Nachdem wir uns am 2. Wochenende mit der Beziehung zu uns selbst beschäftigt haben, wenden wir uns nun der „Ich-Du-Ebene" zu. Das Bearbeiten von Beziehungsproblemen am Arbeitsplatz und/oder im privaten Umfeld gehört zum festen Bestandteil des therapeutischen Alltags. Wie kann uns die Buddhistische Psychologie helfen, die zugrunde liegenden Mechanismen und Gewohnheitsstrukturen in der betreffenden Beziehungsgestaltung sichtbar und damit einer für alle Beteiligten spürbaren Veränderung zugänglich zu machen? Was können wir mit Hilfe unserer Beziehungspartner über uns selbst lernen? Anhand von praktischen Übungen setzen wir uns mit Selbst- und Wunschbildern und den damit verbundenen Rollen und Masken in der Interaktion mit anderen auseinander, mit dem Ziel uns selbst und unseren Klienten, authentische und erfüllende Beziehungen zu ermöglichen.

 

4. WE (01.-02.09.2012): Erkennen, Verstehen und Transformieren von Ängsten

Ängste sind weder gut noch schlecht. In der Buddhistischen Psychologie nutzen wir sie als Tor, um uns selbst in der Tiefe zu begegnen. An diesem Wochenende untersuchen wir den Zusammenhang von Gier, Hass und Verblendung, den so genannten drei geistigen Giften des traditionellen Buddhismus, mit den drei Grundängsten: Angst vor Verlust, Angst vor Ablehnung und Angst vor der eigenen Minderwertigkeit. Anhand von praktischen Übungen erfahren wir die Dynamik und Interaktion der verschiedenen Grundängste und gewinnen ein zunehmendes Verständnis darüber, wie Angstspiralen in unserem eigenen und im Leben unserer Klienten entstehen und durch entsprechende Interaktionsmuster verfestigt werden. Dies ermöglicht uns, bisher unbewusste Angstkreisläufe zunehmend bewusst wahrzunehmen,  sie zu durchbrechen und unseren Klienten konkrete Wege aus ihren Ängsten aufzeigen zu können.

 

5.WE (13.-14.10.2012): Wie unser Geist funktioniert: Erarbeiten einer Landkarte des Geistes: Teil 1 Abhidhamma

Der Abhidhamma, häufig als „die höhere Lehre" übersetzt, umfasst eine 7-bändige Systematisierung der traditionellen Lehren des Buddha und seiner Hauptschüler zu Themen der Buddhistischen Psychologie und Philosophie. Mit Hilfe des Abhidhamma sind wir in der Lage, Wahrnehmungs- und Bewusstseinsprozesse in immer kleinere, in Form einer Ursache-Wirkungs-Beziehung aufeinander folgende „Einzelteile" (dhammas) zu zerlegen. Dies ermöglicht uns, unseren Alltag zunehmend zu „entmystifizieren", d.h. subjektive Geschichten, Bewertungen und Dramen als solche zu erkennen und hinter uns zu lassen. Wir können die Dinge mehr und mehr wahrnehmen wie sie sind: vergänglich, einander wechselseitig bedingend und ohne eigene, innewohnende „Substanz". Dies führt zu mehr Gelassenheit und Leichtigkeit im Alltag. An diesem Wochenende beschäftigen wir uns mit folgenden Themen aus dem Abhidhamma: Wahrnehmungsprozesse, Bewusstseinsarten (citta) und einer Übersicht über die verschiedenen Gruppen geistiger Faktoren (cetasika) - selbstverständlich mit vielen praktischen Übungen, damit das Ganze nicht zu kopflastig wird.

 

6. WE (24.-25.11.2012): Wie unser Geist funktioniert: Erarbeiten einer Landkarte des Geistes: Teil 2 Bewusstseinsschule (Yogacara)

Nachdem wir am letzten Wochenende die Grundlagen des Abhidhamma kennen gelernt haben, beschäftigen wir uns nun mit den Lehren der so genannten „Nur-Bewusstsein-Schule" (cittamātra, Yogācāra). Neben einer Vertiefung der Arbeit mit den unterschiedlichen geistigen Faktoren wenden wir uns vor allem den 8 verschiedenen Bewusstseinsarten und deren Interaktion miteinander zu. Wir untersuchen die Funktionsweise des 6. (mano, Denksinn), des 7. (manas, Egosinn) und des 8. Bewusstseins (alaya, Existenzsinn oder Speicherbewusstsein), in welchem die Samen (bijas) unserer Gewohnheitsstrukturen und auch unseres Potentials darauf warten,  „aktiviert" zu werden. Auf diese Weise wird immer deutlicher wie wir uns tagtäglich unsere eigene, subjektive Realität erzeugen. Dies eröffnet uns selbst und unseren Klienten die Möglichkeit, über das gezielte Gießen heilsamer Samen aktiv an der heilsamen Transformation unseres Bewusstseins mitzuwirken und so einen inneren Garten der Freude und des Mitgefühls zu erschaffen.

 

7. WE (26.-27.01.2013): Achtsamkeit als psychotherapeutisches Werkzeug:  Der Weg ins Hier und Jetzt

 

8. WE (02.-03.03.2013): Meditation als therapeutisches Werkzeug: Samatha, den Geist zur Ruhe bringen, und Vipassana, Ursache und Wirkung verstehen lernen

 

9. WE (20.-21.04.2013): Entwicklung einer positiven Geisteshaltung (bodhicitta) mit Hilfe der vier Unermesslichen: das heilsame Potential von liebender Güte, Mitgefühl, Mitfreude und Gelassenheit für das therapeutische Setting

 

10. WE (01.-02.06.2013): Umgang mit schwierigen Emotionen - buddhistische Integrationsarbeit für das innere Team

 

11. WE (31.08.-01.09.2013): Einführung in die Praxis des Chöd: Durchschneiden von Anhaftungen an Glaubenssätze, (Sehn)süchte  und Wunschvorstellungen

 

12. WE (28.-29.09.2013): Systemische Aufstellungstechniken auf der Grundlage der Buddhistischen Psychologie

 

13. WE (23.-24.11.2013): Heilsam kommunizieren - Wege zur Mediation und Konfliktlösung

 

14. WE (25.-26.01.2014): Erwachsenwerden - Buddhistische Psychologie in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

 

15. WE (01.-02.03.2014): Das Zusammenspiel von Körper und Geist - Wege zu einer buddhistischen Psychosomatik

 

16. WE (05.-06.04.2014): Das Festhalten loslassen: Vergänglichkeit und Leerheit erfahrbar machen

 

17. WE (24.-25.05.2014): Umgang mit Krisen, Blockaden und Traumata: Frieden schließen

 

18. WE (28.-29.06.2014): Auf dem Weg zur Befreiung: Heilung, Freude und Glück willkommen heißen

 

19. WE (26.-27.07.2014): Abschluss und Prüfung

 

Kursgebühren

Die Wochenenden können auch einzeln gebucht werden.

1. Teilnahmegebühr pro Wochenende (Einzelbuchung WE):

225 € (inkl. 2 ÜN im DZ mit vegetarischer Verpflegung)

185 € (ohne ÜN - inkl. 2 x vegetarischem Mittagessen)


2. Ermäßigter Preis bei Komplettzahlung vor Ausbildungsbeginn:

3847,50 € - Ersparnis 427,50 € (= 10%)


Buchungsnummer:
20364
Leitung: Hue Pho, Ann-Uta Beißwenger (mehr Informationen

Unterrichtsbeginn:
Jeweils Samstag 9.30 Uhr - bis Sonntag 17.00 Uhr mit entsprechenden Pausen

 

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Anmeldung

Tel.: 06207-9259821   |   E-Mail: seminare@buddhasweg.eu
Wichtig: Bitte geben Sie bei Ihrer Anmeldung bzw. bei der Überweisung Ihrer Kursgebühr immer die oben genannte Buchungsnummer mit an. Vielen Dank!